Beim Abstattungskredit, wird wie bei den meisten Darlehen, ein Kreditbetrag vereinbart, welcher sofort nach
Kreditzusage zur Auszahlung kommt. Die Besonderheit liegt in der Zins- und Tilgungszahlung. Beim Abzahlungsdarlehen bleibt die Tilgungsrate stets gleich, d.h. sie wird einmalig auf die anfängliche Schuld berechnet und konstant über die gesamte Laufzeit gezahlt. Die Zinsen hingegen sinken von Zeit zu Zeit, da auf Grund der Tilgung auch der Darlehensbetrag sinkt. Das bedeutet also, dass die Zinsen immer wieder neu auf die Restschuld berechnet werden, diese sinken, die Tilgung gleich bleibt und insgesamt die Belastung für den Kreditnehmer während der Laufzeit geringer wird.
Beispiel
Darlehensbetrag = 100.000 €
Zinsen 7 % p.a. = 7.000 € (100.000 € * 7 %)
Tilgung 2 % p.a. = 2.000 € (100.000 € * 2 %)
Jahr der Auszahlung
Anfängliche Schuld = 100.000 €
Zinsen = 7.000 €
Tilgung = 2.000 €
Gesamte Rate = 9.000 € (Zinsen + Tilgung)
Restschuld am Jahresende = 98.000 € (100.000 € - 2.000 €)
Zweites Darlehensjahr
Anfängliche Schuld = 98.000 € (Restschuld aus vergangenem Jahr)
Zinsen = 6.860 € (98.000 € * 7 %)
Tilgung = 2.000 €
Gesamte Rate = 8.860 €
Restschuld am Jahresende = 96.000 € etc.
Wie man also sehen kann, vermindert sic h die Belastung stetig. Der Zahlungszeitraum kann individuell vereinbart werden. Neben der oben aufgeführten jährlichen Ratenzahlung kann man auch die monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche wählen.
Allerdings gibt es beim Abstattungskredit einige Nachteile. Zum Einen kann der Kreditnehmer nicht mit konstanten Raten rechnen und muss sich somit jedes Jahr neu darauf einstellen. Außerdem ist die anfängliche Belastung für den Schuldner sehr hoch. Zum Anderen dauert die Tilgung des Darlehens relativ lange. Man kann teilweise (je nach Darlehensbetrag) mit Laufzeiten von bis zu 50 (oder mehr) Jahren rechnen). Mindestens geht es aber über drei Jahre.
Häufig verwendet wird das Darlehen zur Finanzierung von Investitionen, aber auch einfach zur Erfüllung privater Wünsche wie einen Autokauf.