Bei den CDOs dienen die Zahlungsflüsse der unterlegten Vermögenswerte den Zins- und Tilgungszahlungen des Schuldtitels, d.h. die Zahlungen des Schuldners dienen den Zahlungen an den Anleger.
Bezüglich der Vermögenswerte lassen sich grundsätzlich drei Arten von CDOs unterscheiden:
1) Collateralized Loan Obligations (CLOs) -> Kredite als Vermögenswerte
2) Collateralized Bond Obligations (CBOs) -> Anleihen als Vermögenswerte
3) Collateralized Synthetic Obligations (CSOs) -> Derivate als Vermögenswerte
Werden diese untereinander vermischt bzw. fließen auch andere Werte als Basis (Underlying) mit ein, dann spricht man allgemein von Collateralized Debt Obligations.
Für Kreditinstitute stellt die Ausgabe solcher Wertpapiere einen enormen Vorteil dar, da es damit vor allem verstärktes
Bilanz- und Kostenmanagement betreiben kann. Durch die Veräußerung von Kreditforderungen kann das regulatorische Eigenkapital verringert und somit neue Kredite vergeben werden. Dadurch wird auch die Rendite des Institutes erhöht. Ein weiterer Punkt ist die
Risikosteuerung des Kreditportfolios. Unerwünschte
Kreditpositionen können ganz einfach am Kapitalmarkt verkauft werden. CDOs dienen also vor allem der Umwandlung nicht handelbarer Finanzaktiva in handelbare, liquide Finanzinstrumente.
Für potenzielle Anleger gibt es vor allem den Vorteil, dass zum Einen höhere Erträge auf Grund der eventuell höheren Risikobeteiligung möglich sind und zu anderen die Risikostreuung beeinflusst werden kann, indem man ein CDO mit unterschiedlichen Basiswerten wählt.