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Creditreform
 
Die Creditreform ist eine Organisation, die für Wirtschaftsinformationen im Bereich geschäftlicher Beziehungen zuständig ist (Wirtschaftsauskunftei). Gegründet wurde sie am 9. August 1879 von Einzelhändlern und Handwerkern, die sich in Mainz zum „Verein Creditreform zum Schutze gegen schädliches Creditgeben“ zusammenschlossen. Rechtliche Zusammengehörigkeit finden die Tochtergesellschaften, Joint Ventures sowie die zentralen unternehmerischen Aktivitäten von Creditreform unter dem Dach der im Jahre 2002 gegründeten Creditreform AG.
Grober geschichtlicher Überblick zur Gründung:

1879 Gründung „Verein Creditreform zum Schutze gegen schädliches Creditgeben“ in Mainz

1883 Die 15 Vereine Creditreform (VC)  gründen die Zentrale „Verband der Vereine Creditreform“ (VVC)

1948 Gründung der neuen Creditreform Zentralverwaltung in Neuss

1990 Nach Mauerfall Gründung von 16 Geschäftsstellen in Ostdeutschland

1990 Gründung einer eigenen Management Akademie durch den VVC

2002 Gründung der Creditreform AG als Dachverband (zu 90 Prozent die lokalen Creditreform-Betriebsgesellschaften und zu 10 Prozent der VVC beteiligt)

Zu den Töchtern und Beteiligungsgesellschaften der Creditreform AG gehören:
•    microm Micromarketing Systeme & Consult GmbH    
•    bedirect
•    CEG Creditreform Consumer GmbH
•    Creditreform Rating AG
•    e-crefo GmbH
•    Crefo-Factoring Gesellschaften
•    ECOFIS GmbH
•    acoreus Collection Services
•    IMMO-Check GmbH
•    CPM Creditreform Portfolio Management GmbH

Creditreform führt zentrale Datenbanken, in denen wirtschaftliche Informationen zu Unternehmen gesammelt und eingepflegt werden. Diese stammen sowohl aus öffentlichen Recherchen als auch aus Befragungen der Unternehmen selbst.

Beispiele der Quellen:
•    Handelsregister
•    Genossenschaftsregister
•    Vereinsregister
•    Schuldnerverzeichnis (Manifestantenliste) beim Amtsgericht
•    Bundesanzeiger
•    Amtsblatt
•    Tagespresse
•    Bilanzen und Geschäftsberichte
•    Lieferanten- und Kontrollrückfragen – ZaC
•    Eigenangaben
•    Grundbuch
•    Telefon- und Adressbücher
•    Branchenverzeichnisse
•    Firmennachschlagewerke
•    Gewerberegister
•    Melderegister

Mitglieder können Auskünfte einholen und sich dadurch gegen Kreditausfälle oder Liquiditätsschwierigkeiten schützen. Über die Tochter CEG Creditreform Consumer GmbH können auch Informationen über Endverbraucher eingeholt und so eine sichere Kreditvergabe ermöglicht werden. Für die Datenauskunft muss ein berechtigtes Interesse gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) vorliegen.

Eine Auskunft über Firmen enthält primär die folgenden Informationen:

Strukturelle Informationen:
-> Rechtsform, Gründung, Handelsregisterinformation
       
Personenbezogene Informationen
-> Gesellschafter, Geschäftsführer, Prokuristen, Beteiligungen
       
Zahlungsinformationen
-> Zahlungsweise, Kreditbeurteilung, Höchstkreditempfehlungen
       
Bewertungen
-> Bonitätsrating, Kreditbeurteilung, Höchstkreditempfehlungen

Bei privaten Personen werden Daten zur Zahlungserfahrungen über die jeweilige Person gesammelt. Hinsichtlich der Datenlöschung ist Folgendes geregelt:

nach 3 Jahren
-> Gerichtsdaten (Eidesstattliche Versicherungen, Haftanordnungen, Sicherungsmaßnahmen
etc.)

nach 4 Jahren
-> Antrags- und Kontendaten sowie abgeschlossenen Insolvenzverfahren

nach 4 Jahren mit dem Ablauf des Kalenderjahres
-> Inkassodaten

nach 5 Jahren
-> Daten aus Insolvenzverfahren, die mangels Masse abgelehnt wurden

nach maximal 30 Jahren
-> gerichtlich titulierte und noch offen stehende Forderungen (Ausnahme: Titel wird vorzeitig abgelöst)
 
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Stichworte:
Creditreform, Schufa, Reform, Auskunft, Firmenauskunft
 
 
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