Ende des 19. Jahrhunderts entstanden bereits erste Zweifel an der Neutralität des Geldes, nachdem der schwedische Wirtschaftswissenschaftler Wicksell einen grundlegenden Zusammenhang zwischen der Höhe der Geldzinsen und dem Verlauf der Konjunktur nachgewiesen hatte.
John Maynard Keynes überzeugt schließlich 1936 die Mehrheit der Ökonomen von der Tatsache, dass es keine wirkliche Trennung zwischen der Realwirtschaft und dem Geld gibt.
Erst Friedmann vertrat in den 1960er Jahren eine Gegenposition und behauptete, Geld übe höchstens kurzfristig gesehen einen Einfluss auf die Realwirtschaft aus, langfristig gelte aber weiterhin die Geldneutralität.
Generell definiert bedeutet nach heutigen Definitionen eine langfristige Geldneutralität, dass
eine Änderung der Geldmenge lediglich eine Änderung des Maßstabes darstellt, den das Geld als Recheneinheit bietet. Dauerhafte Produktions- und Beschäftigungsveränderungen gehen von dieser Änderung der
Geldmenge grundsätzlich nicht aus. Dementsprechend existiert die langfristige Geldneutralität in der Form, dass eine nominale Geldvermehrung schließlich auch zu einer entsprechenden Inflation führt.