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Geldschöpfungssektor
 
Mit dem Geldschöpfungssektor ist jener Bereich der Finanzwelt gemeint, welcher für die Geldschöpfung generell verantwortlich ist und sich mit dieser auseinandersetzt.
Der Geldschöpfungssektor wird durch das Bankensystem gebildet, denn Geld wird durch die Zusammenarbeit von Zentralbanken und Geschäftsbanken geschaffen. Auch Nichtbanken spielen im Geldschöpfungssektor eine Rolle, da ihre Zusammenarbeit mit den Geschäftsbanken und den Zentralbanken letztendlich ebenfalls für die Schaffung von Geld verantwortlich ist. Zu den Nichtbanken zählen

- alle Unternehmen ohne Banken,
- die privaten Haushalte und
- die öffentliche Hand.

Im Geldschöpfungssektor spielen im Allgemeinen zwei Arten von Geld eine Rolle:

1. das Zentralbankengeld und
2. das Geschäftsbankengeld.


Das Zentralbankengeld wird von den Zentralbanken (Europäische Zentralbank, kurz EZB; nationale Zentralbanken) geschaffen oder auch vernichtet und umfasst unter Anderem das Bargeld in Form von Münzen und Banknoten.

Das Geschäftsbankengeld dagegen ist das Geld, welches bei den privaten Geldinstituten entsteht oder verschwindet. Es befindet sich auf den Bankkonten und wird auch als Buch- oder Giralgeld bezeichnet.

Im Geldschöpfungssektor geht der Anstoß zur Geldschöpfung nicht allein von der Kreditnachfrage durch die Banken und die Nichtbanken aus. Auch der Ankauf von Aktiva durch die Zentral- und Geschäftsbanken trägt erheblich zur Geldschöpfung bei. Die Menge des vorhandenen Geldes ist im Allgemeinen vom Umfang der Kredite und dem Volumen der von Banken mit zusätzlich erzeugtem Geld angekauften Aktiva abhängig. In der Regel wächst die Geldmenge unter Schwankungen. Außerdem ist die Geldschöpfung auch von Vermögenswerten abhängig, die von den Banken der Kreditnehmer als Sicherheiten für Kredite verpfändet werden können.
 
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Stichworte:
Geldschöpfungssektor, Geldschöpfung, Geld, Schaffung, Bankensystem, Geschäftsbanken, Zentralbanken, EZB, Zentralbankgeld, Geschäftsbankengeld, Geldmenge
 
 
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