Grundsätzlich wird gesagt:
Je näher der Gini-Koeffizient an dem Wert 1 ist, desto größer ist die Ungleichmäßigkeit der Masse.
Dieses Verfahren wird häufig auch bei der Ermittlung des Adressenausfallrisikos bei
Kreditinstituten verwendet. Hier zeigt das Maß an, in wieweit sich eine Verteilung der Forderungshöhe von der Gleichverteilung entfernt. Dabei entspricht ein Wert nahe 0 einem homogenen Portfolio, dessen Größe aber nicht berücksichtigt wird. Ein Koeffizient mit einem kleineren Wert zeigt ein Portfolio mit wenigen, aber dafür gleich großen Darlehen an. Ein weiter diversifiziertes und größeres Portfolio mit unterschiedlich hohen Forderungen würde dagegen einen größeren Wert des Koeffizienten hervorbringen.