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Gründerkrach
 
Mit Gründerkrach wird der Börsenkrach aus dem Jahre 1873 bezeichnet. Das Ereignis ist der Zusammenbruch der internationalen Finanzmärkte, der zugleich das Ende der Gründerzeit einläutete. Die darauf folgende Periode ist als Gründerkrise in die Geschichte eingegangen.
Der Gründerkrach breitete sich international aus und war vor Allem in Deutschland und Österreich-Ungarn sehr intensiv. Er war der Höhepunkt einer erhitzten Konjunktur, die schließlich überkochte. Für Deutschland war daran maßgeblich der Sieg des Krieges gegen Frankreich 1870/71 beteiligt.

Mit dem Gründerkrach folgte eine Depressionsphase in den Volkswirtschaften der Industrienationen, die später stagnierten. Diese Epoche dauerte bis in die 90er Jahres des 19. Jahrhunderts an. Im englischen Sprachraum wurde diese Zeitspanne auch als Long Depression bezeichnet.

Die Hochkonjunktur in Deutschland bis zum Jahr 1873 war begleitet von einem erbitterten Konkurrenzkampf unter den Unternehmen, der ruinöse Züge annahm. Diese drückten sich vorrangig darin aus, dass radikale Einbrüche der Gewinne und in der ersten Hälfte des Jahres 1873 der beginnende Einbruch der Aktienmärkte zu verzeichnen waren. Kurze Zeit später konnte ein Berliner Bankinstitut in Budapest Einzahlungsforderungen nicht mehr nachkommen. Das war der Start einer Reihe von Zahlungsunfähigkeiten weiterer Bankhäuser. Anleger und Verbraucher verkauften aus Angst vor Wertverlusten nicht nur ihre Wertpapiere, sondern leerten auch ihre Konten. Dem Kapitalmarkt fehlte das Geld, was zum Zusammenbruch des Finanzmarktes führte.
 
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Stichworte:
Gründerkrach, Gründer, Krach, Gründerkrise, Börsenkrach, 1873
 
 
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