Ergänzend zum Massengeschäft mit privaten Immobilienkäufern werden häufig
komplexe Finanzierungen für große Anleger angeboten, die der Bank entsprechend höhere Gewinne bescheren. Dazu ist es in vielen Fällen gar nicht erforderlich, dass eine Bank die Finanzierung selbst übernimmt.
Unter den Sammelbegriff des Immobilienbankings fallen vielmehr auch
Beratungsleistungen und verwandte Services. So setzen etwa
Fonds oder Vermögensverwaltungsgesellschaften auf die Finanzierung ihrer Immobilienkäufe über den Kapitalmarkt, zum Beispiel über Anleihen. Die Emission dieser Schuldverschreibungen und die Platzierung am Kapitalmarkt sind klassische Domänen der Banken. Deren Know-How machen sich die Immobilienkäufer zunutze, indem sie entsprechende Beratungsaufträge an die Geldinstitute vergeben. Die Banken verdienen dann nicht an den Zinsen für ein Darlehen, sondern erhalten feste Honorare oder prozentuale Provisionen.
Für die Kreditinstitute ist diese Form des Immobilienbankings attraktiv, weil das Geld für die eigentliche Finanzierung nicht von ihnen stammt. Mit einem Immobilienbanking ohne die direkte Vergabe von Darlehen geht die Bank somit gar kein
Kreditrisiko ein.