Am Anfang der Immobilienblase steht eine
Überhitzung des Marktes. Die Nachfrage nach Objekten in einer bestimmten Region steigt sprunghaft an und Käufer zahlen immer höhere Preise. Da auf diese Weise das Preisniveau insgesamt steigt, gelten die Immobilien auch in den Augen der Banken als wertvoller. Die Kreditinstitute vergeben deshalb höhere Darlehen und akzeptieren die scheinbar in ihrem Wert gestiegenen Häuser als Sicherheiten. Die Entwicklung setzt sich so lange fort, bis die Nachfrage nach Immobilien nachlässt, erste Käufer in Zahlungsschwierigkeiten geraten oder das Angebot zu sehr ausgeweitet wird. Oftmals kommen mehrere dieser Faktoren zusammen, was einen Kollaps des Marktes nach sich zieht. Nun beginnt eine Abwärtsbewegung, da viele Immobilienbesitzer versuchen, ihre Häuser wieder abzustoßen, weil sie Wertverluste fürchten. Das Angebot, das jedoch ohnehin schon größer ist als die Nachfrage, wird dadurch nochmals ausgeweitet. Die Folge sind immer weiter sinkende Preise, die viele
Kredite notleidend werden lassen, denn die Banken verlangen wegen des Preisverfalls der Immobilien zusätzliche Sicherheiten, über die viele Kreditnehmer nicht verfügen. Am Ende einer Immobilienblase stehen häufig zahlreiche Zwangsversteigerungen und sowohl die Immobilienbesitzer als auch die Banken erleiden Verluste.