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Lastenverschiebung, intertemporale
 
Eine fortwährende Verschuldung des Staates, ohne, dass gleichzeitig das Vermögen erhöht wird, geht zu Lasten kommender Generationen. Dies mündet auf Dauer in einer Inflation und Stagnation. Eine solche intertemporale Lastenverschiebung führt zum völligen Ausfall einer funktionierenden Geldpolitik.
Staatsverschuldung ist die Kreditaufnahme des Staates am Kapitalmarkt, um die Haushaltsdefizite zu finanzieren und ist nach den Steuern der zweitgrößte Einnahmeposten. Unter Staatsverschuldung wird nicht nur die gesamte über die Jahre anfallende Verschuldung verstanden, sondern auch die jährliche Kreditaufnahme. Mitunter werden Kreditaufnahmen auch auf staatsnahe Institutionen verteilt, was die Transparenz beeinträchtigt. Ein realistischer statistischer Vergleich mit anderen Staaten oder anderen Zeitabschnitten wird dadurch erheblich behindert.

Häufig wird die Staatsverschuldung auch insofern als intertemporale Lastenverschiebung angesehen, dass spätere Generationen die Vorteile von den jetzt getätigten Investitionen nutzen könnten. Dennoch belasten die Zinsen der Staatsschulden den Staatshaushalt und schränken seine Handlungsfähigkeit ein. Beim Umfang der Neuverschuldung spielen die Höhe des jeweiligen Bruttosozialproduktes und der aktuellen Zinsen eine wichtige Rolle.

Problematisch ist die Einschätzung, inwieweit eine Neukreditaufnahme noch ökonomisch vertretbar ist und nicht tatsächlich zu einer intertemporalen Lastenverschiebung führt. Regierungen neigen vor Wahlen dazu, weitere Staatsschulden aufzunehmen, um dadurch Wahlversprechen umsetzen zu können. Folge derartig unsolider Finanzpolitik ist eine übergroße Defizitquote und eine Reduzierung des Geldwertes.
 
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Stichworte:
intertemporale Lastenverschiebung, Staat, Staatsverschuldung, Generationen
 
 
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