Ortsbanken sind
in Deutschland vor Allem Banken des Genossenschaftsbereichs auf dem Land. Die organisatorischen Nachteile, die sich etwa durch die geringe Betriebsgröße ergeben, werden in den meisten Fällen durch die hohe Informationsdichte über die Einleger und
Kreditnehmer ausgeglichen.
Durch die Nähe zu ihren Kunden und die gleichzeitige Zurückhaltung im Bezug auf Wachstum und Ausbreitung erwirtschaften Ortsbanken in der Regel über einen langen Zeitraum einen krisenfesten Gewinn und sind nicht an risikoreichen Finanzgeschäften beteiligt.
Die Zurückhaltung im Wachstumsbereich äußert sich bei den Ortsbanken vor Allem darin, dass diese in der Regel keine Bildung von neuen Filialen (so genannte Filialisierung) betreiben sondern weitgehend auf ihren regionalen Wirkungskreis beschränkt bleiben. Auch die Kundenzahlen der Ortsbanken weisen über die Jahre relativ wenige Veränderungen oder Schwankungen auf. Durch die Zunahme des Inter
netbanking haben sich in den letzten Jahren allerdings auch die Schwerpunkte und Aufgaben der Ortsbanken verändert, da zum Beispiel der direkte Kundenkontakt und die langfristig stabile Kundenbindung weniger gegeben sind.