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Pasion-Falle

Unter der Pasion-Falle versteht man eine Vorgehensweise von Finanzinstituten, bei der die Bank Geld eines Anlegers in Verwahrung nimmt, das dieser illegal bzw. als politisch Verfolgter im Besitz hat. Gegenüber Behörden bescheinigt das Institut schließlich, dass dieser Anleger keinerlei Einlagen bei der Bank hat und somit mittellos sei. Möchte der Anleger letztlich auf sein geldzugreifen, verweigert die Bank das mit dem Hinweis auf die Erklärung des Institutes gegenüber den Behörden über das nicht Vorhandensein von Einlagen.

Der Begriff leitet sich vom athenischen Bankier Pasion ab, der auf diese Weise das Geld des beim Krimkönig Satyros I. in Ungnade gefallenen Sopaios. Der Fall ging vor das damalige Gericht und war mit viel Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit verbunden, da der Prozess eine große Bedeutung für den reibungslosen Handelsaustausch hatte.