Die Laufzeit dieser Anleihen kann
kurz-, mittel- oder langfristig sein. Sie können an jeder Börse gehandelt werden, haben zumeist aber eine langfristige Laufzeit und benötigen kein Emissionsprospekt, wie sonst bei
Aktien üblich.
Der Wert einer solchen Schuldverschreibung kennzeichnet die Solvenz eines Landes, d.h. er ist ein Indiz für die Bonität.
Maßgeblich bewertet und beurteilt werden Staatsanleihen vor allem durch die
Ratingagentur Moody’s. Dabei ist Aaa das höchste Rating, was ausgesprochen werden kann. Folgende Länder können so ein gutes Rating verzeichnen:
- Finnland,
- Österreich,
- Frankreich,
- Deutschland,
- die Niederlande,
- Spanien und
- Irland (Dezember 2005).
Weitere Ratings bei Staatsanleihen sind
-> Aa1 – Belgien,
-> A1 – Griechenland,
-> Aa2 – Italien und Portugal.
Griechenland liegt dabei gerade noch im Limit. Bis zu eine Stufe darunter nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) Staatsanleihen für Rückkaufvereinbarungen hin.
Die Währung einer Staatsanleihe ist die jeweilige Landeswährung oder so genannte harte Währung, wie es beispielsweise der US-Dollar ist. Bei einem Erwerb von einer Staatsanleihe in einer Fremdwährung müssen Währungsrisiken oder –chancen beachtet werden, und zwar zusätzlich zum Ausfallrisiko oder zur Rendite.