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Staatsschulden, fremdwährungsindexierte
 
Durch verschiedene Umstände kommt es dazu, dass sich ein Staat verschuldet. Diese Schulden sind öffentlich und können an eine andere Währung gebunden werden – beispielsweise an den Euro oder an den US-Dollar. Sollte es im eigenen Land zu einer Inflation oder einer Abwetung kommen, befindet sich der Staat mit der fremden Währung bei seinen Schuldnern in Sicherheit, da hier die Stabilität der Währung gegeben ist.
Inflation meint, dass der Wert einer Währung einer enormen Preissteigungsrate unterlegen ist, während die Abwertung meint, dass der Vergleichswert einer Währung neu festgesetzt wird. Das bedeutet, dass der Kurs der Währung unverhältnismäßig hoch scheint und dass durch die Neufestsetzung des Vergleichswertes, das Sonderziehungsrecht, beispielsweise, der Währungskurs wieder herunter gedrückt werden kann.

Beide Möglichkeiten – die Inflation und die Abwertung – haben in der Regel eine Reformierung der Währung zur Folge. Es besteht die Möglichkeit, dass die Gläubiger der Staatsschulden daran zweifeln, ob ein Staat seinen Verpflichtungen bei fremden Staaten in der Fremdwährung auch nachkommen kann. In Brasilien gab es diesen Fall vor einigen Jahren. In diesem Falle werden die Inhaber der Schuldverschreibungen reagieren und die Schulden verkaufen. Das hat den Staatsbankrott zur Folge, weil sämtliche Währungsreserven eines Staates dadurch aufgebraucht werden. Das Finanzsystem des Schuldner-Staates bricht komplett zusammen.
 
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Stichworte:
fremdwährungsindexierte Staatsschulden
 
 
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