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Wägegeld
 
Das Wägegeld (auch Wiegegeld oder Hackgeld genannt) ist eine Art des Metallgeldes und gilt als Primärform bei der Entwicklung des Münzgeldes. Dabei handelte es sich um Edelmetall üblicherweise in Form eines Barrens (teilweise auch Ringe oder Stäbe), das bei jedem Kaufvorgang abgewogen werden musste.
Genauer gesagt wurde bei Bedarf ein Stück vom Barren „abgehackt“ und anschließend gewogen. Die Bruchstücke, die hierbei entstanden, d.h. die abgehackten Stücke, bezeichnete man daher als Hack- oder Wägegeld. Für den Tauschhandel war aus dem Grund, dass keine Wertangaben – wie bei den heutigen Münzen – aufgeprägt waren, stets eine Waage notwendig, um den tatsächlichen Wert bzw. das Gewicht durch Wiegen zu ermitteln.  

Vorteil des Wiegegeldes war, dass es beliebig oft geteilt werden konnte. Zudem war der Transport relativ einfach und auch die Wertbeständigkeit des Metalls war von äußerst hoher Qualität. Da es sich in der Regel aber um unbearbeitetes Edelmetall handelte, war der Reinheitsgrad ein großes Diskussionskriterium. Zwar wurde das Stück gewogen, doch welchen Wert es letztendlich tatsächlich hatte, konnte dadurch nicht analysiert werden. Ein nächstes größeres Problem war die Handlichkeit. Das Metall war ein großer, unförmiger Klotz, der im praktischen Umgang eher Schwierigkeiten und auch Gefahren mit sich zog. Daher entschloss man sich erst später, das Metall einzuschmelzen und zu Barren oder Stangen zu formen.
 
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Stichworte:
Wägegeld, Wiegegeld, Hackgeld, Barren, Edelmetall
 
 
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