Die Schuldverschreibungen des Bundes werden also nicht als effektive Stücke (physische Anleiheurkunden) sondern in Form von Wertrechten begeben. Der jeweilige Inhaber hat ein Recht auf den Nominalwert seiner Forderung. Der Bund bedient sich dieser Form der Emission von Schuldverschreibungen zur
Kreditfinanzierung, weil es eine verhältnismäßig kostengünstige Art der Schuldenaufnahme darstellt.
Das
Bundesschuldenbuch, in dem die Wertrechte eingetragen werden, wird auch als Wertrechtsregister bezeichnet und bei der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH als Nachfolger der Bundesschuldenverwaltung geführt. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das
Gesetz zur Regelung des Schuldenwesens des Bundes (Bundesschuldenwesengesetz, BSchuWG).