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Xetra
 
Der Begriff „Xetra“ steht für „Exchange Electronic Trading“ und ist die Bezeichnung für eines der elektronischen Handelssysteme (Computerhandel) der Deutschen Börse AG. Eingeführt wurde es im November 1997 als Nachfolger des IBIS-Systems und lässt seitdem den nationalen und internationalen Computerhandel immer weiter aufblühen.
Dieses System hat den Aktienhandel in Deutschland überschaubarer, schneller und sogar auch billiger gestaltet. Außerdem ist man hierbei standortunabhängig, da mit jedem beliebigen internetfähigen Computer gehandelt werden kann. Dadurch ist auch jeder Marktteilnehmer gleichberechtigt und kann in der Handelszeit von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 17:30 Uhr Kauf- und Verkaufsaufträge abgeben.

Morgens startet Xetra mit einer Auktion, d.h. in der Aufrufphase können die Marktteilnehmer ihre Orders abgeben, ändern oder löschen und am Ende der Auktion werden alle ausführbaren Orders nach dem Meistausführungsprinzip ausgeführt. Als Ausführungspreis gilt dabei der Preis, zu dem der meiste Umsatz möglich und die größte Oderanzahl realisierbar ist. Das Gleiche erfolgt wiedeholt zur Mittagszeit und am Abend.

Im Anschluss dieser Auktionen erfolgt jeweils der fortlaufende Handel. Hierbei wird nach dem Prinzip der Preis- /Zeitpriorität agiert, d.h. es werden die Orders zuerst ausgeführt, bei denen der niedrigste Verkaufspreis bzw. höchste Kaufpreis geboten wird. Liegen Aufträge mit gleichen Limits vor, wird nach der Zeitpriorität gehandelt.

Die Zusammenführung passender Order erfolgt durch den Zentralrechner und wird auch „Matching“ genannt. Grundlage dafür ist das zentrale Orderbuch, in dem alle Kauf- und Verkaufsaufträge zusammengeführt werden und wodurch keine unterschiedlichen Kurse für Wertpapiere möglich sind.

Zur Teilnahme am Xetra-Handel sind Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Finanzunternehmen berechtigt.

Gehandelt werden mehr als 9.000 Aktien inklusive aller deutschen Benchmark-Indizes wie DAX, MDAX etc. Auch europäische Wert wie der Dow Jones Euro STOXX 50 oder Dow Jones STOXX 50 kann man an dieser Computerbörse wiederfinden.

Im Xetra-Handel wird Liquidität groß geschrieben. Zum Einen erfolgt dies durch das Matching der Orders und zum Anderen durch Designated Sponsors. Sie dienen als sogenannte Market Maker und verpflichten sich, verbindliche Preise für den An- und Verkauf von Wertpapieren (sogenannte Quotes) zu stellen. Dadurch können Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen werden.
 
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Stichworte:
Xetra, Börse, Wertpapier, Finanzen, Finanzmarkt
 
 
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