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Zentralbankpolitik
 
Die Zentralbankpolitik umfasst die Geldpolitik (auch Geldmarktpolitik) des Eurosystems und ist das zentrale Geschäftsfeld der Europäischen Zentralbank (EZB) und der nationale Zentralbanken (NZB) eines Landes. Das damit verfolgte Hauptziel ist die Gewährleistung der Preisstabilität eines Landes und des gesamten Eurosystems. Diese Zielstellung ist auch im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag) verankert.
Die Zentralbankpolitik umfasst alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die der Erreichung entsprechend gesetzlich und rechtlich vorgegebener Ziele und Aufträge dienen. Dabei nutzen die Zentralbanken verschiedene geldpolitische Instrumente, um eine effektive Umsetzung der Maßnahmen zu gewährleisten:

• Offenmarktgeschäfte (z.B. befristete Transaktionen, Hauptrefinanzierungsgeschäfte etc.)
• Ständige Fazilitäten (z.B. Spitzenrefinanzierung-, Einlagenfazilitäten etc.)
• Mindestreserven (Mindestreservebasis der Geschäftsbanken etc.)
• Devisenmarktinterventionen

Mit Hilfe der Zentralbankpolitik wird erfolgreich versucht, die Geldmenge und damit auch den Geldumlauf bzw. das Preisniveau zu steuern und zu beeinflussen. Das geschieht hauptsächlich dadurch, dass die Zentralbanken über die Leitzinsen gleichzeitig die Kosten verändern, zu denen die Geschäftspartner (Kreditinstitute) der Zentralbanken Geld bei derselben besorgen können. In einer letzten Instanz haben diese Maßnahmen auch enormen Einfluss auf die Finanzierungskosten der Unternehmen und privaten Haushalte, das die Banken die veränderten Kosten an den Endverbraucher weitergibt.

Die allgemeinen Ziele der Zentralbankpolitik lassen sich folglich zusammenfassen in die nachstehenden Punkte:

1. Stabiles Geld
2. Stabiles Preisniveau
3. Stabiles Finanz- und Währungssystem
4. Stabiles Bankensystem
5. Sicherer Zahlungsverkehr
6. Sicheres Bargeld
 
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Stichworte:
Zentralbankpolitik, Zentralbank, Politik, Geldpolitik, Geldmarktpolitik, Zentralbanken, Europäische Zentralbank, EZB
 
 
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