1. Kundensektor Zinserträge im Kundenbereich (Kapital- und Geldanlagen) werden mit Hilfe entsprechender Zinsberechnungsmethoden ermittelt. Im Euroraum werden hier differenziert nach den Finanzmärkten die folgenden beiden Methoden angewandt:
1. Taggenaue Zinsberechnungsmethode act/act -> am Kapitalmarkt
2. Eurozinsmethode act/360 -> am Geldmarkt sowie bei Hypotheken
Da Zinserträge zu den steuerpflichtigen Erträgen gehören, unterliegen sie dem einheitlichen Steuersatz der
Abgeltungssteuer sowie dem Solidaritätsbeitrag, sofern keine ausreichende Freistellung seitens des Kunden vorliegt. Es sollte also ein ausreichender Freistellungsauftrag erteilt sein bzw. eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) vorliegen.
2. Betrieblicher Sektor Zinserträge stellen hier betriebswirtschaftlich und buchhalterisch betrachtet ordentliche betriebliche Erträge dar. Sie entstehen aus der Verwertung betrieblicher Leistungen.
Beispiel: - Darlehensvergabe ->
Kreditzinsen
Zinserträge werden in der
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfasst und bringen einen erheblichen Beitrag zum Betriebsergebnis. Sie erhöhen den Jahresüberschuss bzw. mindern einen möglichen Jahresfehlbetrag.