Europäisches Währungssystem (EWS)

Das Europäische Währungssystem, kurz EWS (engl.: European Monetary System, EMS) war der Nachfolger des Europäischen Wechselkursverbundes und bestand vom 13. März 1979 bis 31. Dezember 1998.

Das Ziel des EWS war die Schaffung einer „Zone der Stabilität“ bei grundsätzlich festen, aber anpassungsfähigen Wechselkursen. Die Kernelemente des Europäischen Währungssystems waren …

… der Europäische Wechselkursmechanismus (WKM), der dazu diente, den Wechselkurs immer innerhalb einer bestimmten Bandbreite zu halten und

… die Festsetzung der Leitkurse.

Grundsätzlich gehörten alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) dem EWS an, allerdings wurde der Wechselkursmechanismus nicht von allen Ländern umgesetzt.

Anwender-Länder des WKM:

von Anfang an: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande

späterer Beitritt: Spanien (1989), Großbritannien (1990), Portugal (1992), Österreich (1995), Finnland (1996), Griechenland (1998)

• Sowohl Italien als auch Großbritannien waren zeitweilig aus dem WKM ausgeschieden

Die Anwendung des WKM spielte eine wichtige Rolle für die Zulassung zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU), da eine Voraussetzung die Beibehaltung eines stabilen Währungskurses für mindestens 2 Jahre war.

Mit Beginn der dritten Stufe der Währungsunion und der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 endete das EWS und wurde durch das Nachfolgesystem EWS II ersetzt. Hauptaufgabe des EWS II ist die Wechselkursgestaltung zwischen dem Euro und den Währungen der Nicht-Euro-Länder innerhalb der EU.