Hartgeld

Hartgeld, oder auch hartes Geld oder Münzgeld genannt, ist das Münzgeld und gehört zu den offiziellen Zahlungsmitteln einer Volkswirtschaft. Gemeinsam mit den Banknoten bildet es den Bereich des Bargeldes.

Hartgeld ist, wie es die Bezeichnung bereits vermuten lässt, an ein festes Material gebunden. Dabei greift man auf Edelmetalle zurück.

Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus waren Münzen bekannt. Zu jener Zeit wurden sie noch geschlagen und wiesen beidseitige Motive auf. Die Lydier (indogermanische Gemeinschaft in Kleinasien) gehörten dabei zu den ersten Menschen, die Hartgeld nutzten und zählen laut antiken Quellen zu jenen Menschen, die das Münzgeld „erfunden“ haben. Damals galten die Münzen bereits als Zahlungsmittel. Seine Tauschbarkeit sprach sich herum und so entdeckten auch andere Völker das Hartgeld für sich.

Bis heute weist die Münze an sich eine runde Form auf und ist auf beiden Seiten geprägt. Während in der Vergangenheit Münzgeld hauptsächlich aus Edelmetallen wie Gold und Silber geprägt wurde, besteht das heute als Zahlungsmittel gebräuchliche Hartgeld vorwiegend aus Metalllegierungen. Kupfernickel gehört inzwischen zu den gängigsten Münzlegierungen. Die Vorderseite nennt man Avers und zeichnet sich oft durch ein Portrait eines wichtigen Herrschers etc. oder des Wappens der Regierung aus. Die Rückseite ist auch als Revers bekannt und zeigt die jeweilige Wertangabe der Münze.

Um als offizielles Zahlungsmittel zu gelten, braucht es einer staatlichen Genehmigung. Münzen werden im Auftrag eines Staates geprägt und ausgegeben, wodurch ein aufwendiger Genehmigungsprozess nicht nötig ist.