Wohlstandsindex

Der Wohlstandsindex war eine Messzahl, die im Rahmen des Dawes-Planes im Jahre 1924 im Zuge der Regelungen der Reparationszahlungen Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt wurde. Der Index unterstützte die Anpassung der Zahlungen an die tatsächliche Zahlungsfähigkeit Deutschland zur damaligen Zeit.

Demnach wurden im Wohlstandsindex verschiedene Positionen berücksichtigt, die die Anpassung der Reparationszahlungen beeinflussten. Dazu zählten unter Anderem …

… die staatlichen Einnahmen,
… die Bevölkerungszahl,
… der Außenhandel,
etc.

Mit Hilfe des Wohlstandsindex konnte die Entwicklung im Land verfolgt und gemessen werden, was schließlich die Reparationszahlungen förderte, denn mit wachsender Konjunktur stiegen auch die fälligen Summen.

Im Zuge des Young-Planes im Jahre 1929 auf Basis des Versailler Vertrages wurde der Wohlstandsindex sowie weitere Probleme und Regelungen des Dawes-Planes abgeschafft und durch neue Reparationspläne ersetzt.